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Kultur Tadschikistans
Tadschikistan Politik, Gesellschaft und Kultur (WostoK Verlag) PDF
 
 
Kultur Tadschikistans

Die Kultur Tadschikistans ist eine feine, ruhige östliche Weltanschauung. In allen Zeiten waren die Tadschiken geneigt, Meisterwerke zu schaffen, sich mit der Wirtschaft und Wissenschaft zu beschäftigen. Sie bevorzugten die Unabhängigkeit und gute nachbarschaftliche Beziehungen, dabei den Stolz und Standhaftigkeit wie Berggipfeln zu bewahren.

Die Tadschiken sind uralte Erdbewohner. Dementsprechend ist die Kultur dieses Volkes in der Tat uralt und geht bis zum tiefen Altertum hin zurück. Die Tadschiken konnten ihre Traditionen, die Sitten und Bräuche ihres Volkes bis zum heutigen Tag bewahren, auf deren Grundlage das ganze Kulturleben der Nation liegt. Es sind auf dem Territorium des heutigen Tadschikistans Überreste der Siedlungen aus den VI- V. Jahrhundert v.u. Zt., Ton- und Rohziegelbefestigungen, Metallkunststücke, Terrakotten aus dem I. Jahrtausend v. u. Zt. und viele andere Funde entdeckt worden. Nach den Ausgrabungen der Stadt Pandschakent wurden zahlreiche Wandmalereien und Skulpturen aufgefunden, die zur Periode der Herausbildung des Feudalismus (VII-VIII Jh.) gehören. Die bedeutenden architektonischen Kulturgedenkstätten sind die Mausoleen aus den XI-XIV. Jahrhunderten in den Dörfern Sayat, Masori Sharif , die Gedenkstätte in Hissortäler, der Moschee in Ura-Tjube und anderen mehreren. Bis zur Eroberung durch die Araber (Anfang des VII. Jahrhunderts) hat es auf dem Territorium des heutigen Tadschikistans verschiedene religiöse Bekenntnisse gegeben, zu denen auch Soroastrismus, Manichäismus, Buddhismus und Hinduismus gehörten. Diese Volksreligionen wurden jedoch allmählich durch den Islam verdrängt. Nach der Verteilung des Islams in zwei Glaubensrichtungen haben sich die Tadschiken für Sunnismus entschieden.
Das Glaubensbekenntnis der Tadschiken bestimmte ihr Streben zur Erkenntnis der Welt durch die Wissenschaft, Literatur und die Kunst. Die Tadschiken haben im Laufe von Tausenden Jahren ihre Sprache wie das teuerste Eigentum aufbewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben, ohne dass sie „verzerrt“ oder entfremdet wird. Die arabischen Eroberer haben damals die Sprache Dari- die Originalsprache der Tadschiken völlig vernichtet. Den Tadschiken gelang jedoch, ihre vergangene Pracht wiederherzustellen. In dieser Sprache wurden wieder echte Meisterwerke der tadschikischen Klassik, der schöngeistigen Literatur, Lieder, wissenschaftliche Traktate verfasst. Dies zeigt, dass die Tadschiken immer Zuneigung zu ihrer Kultur, Kunst und anderen Sachen hatten, die schön, ästhetisch, fein und elegant waren. Sie waren immer ein ausgebildetes Volk und lobpreisten ihre Weltanschauung.

Die Blüte der tadschikischen Kultur, die Entwicklung der Wissenschaft und Literatur, die Stärkung der staatlichen Grundsätze begannen in der Zeit der Samaniden-Dynastie, insbesondere in der Amtszeit des Shah Ismoili Somoni. Die günstigen Bedingungen, die für die Entwicklung der Wissenschaft und Kultur geschafft wurden, haben eine Reihe der berühmten und hervorragenden Wissenschaftler, Dichter und andere berühmte Persönlichkeiten zur Welt gebracht. Damals sind die besten Söhne des Volkes, die Blumen der Nation im Hof der Samaniden zusammengekommen, mit denen das goldene Jahrhundert der tadschikischen Zivilisation im Zusammenhang steht. Die Tadschiken haben ein besonderes Verhältnis bzw. hohen Respekt zu jener Epoche, in der sich die tadschikische Nation mit einer gemeinsamen Sprache, Kultur und einem gemeinsamen Territorium gebildet hat. Das anschauliche Beispiel wäre die Feierlichkeiten anlässlich des 1100. Jahrestages des Samanidenstaates, die 1999 auf dem Territorium Tadschikistans stattfanden. An diesen Tagen fanden sowohl in Tadschikistan, als auch außerhalb seines Territoriums Symposiums und internationale Konferenzen statt.
Solche namhafte Persönlichkeiten wie Saadi, Hofiz, Jalolidini Balxi, Nosiri Khisrau und viele andere sind mit goldenen Buchstaben in das Jahrbuch der Menschheit eingetragen. Es ist schwer, solche Wissenschaften, wie Astronomie, Mathematik, Naturkunde, Philosophie ohne große Entdeckungen und wissenschaftliche Errungenschaften von Omara Khayam, Al-Beruni, Al-Khorazmi, Imom Tirmizi, Sakariyoi Rozi, Forobi vorzustellen.

Zum Fortsetzer der Traditionen und zugleich dem Begründer der neuen tadschikischen Literatur wurde S Ayni, der in seinen Werken und wissenschaftlichen Abhandlungen verschiedene Aspekte der Geschichte, sowie des sozialen, politischen, kulturellen Lebens seines Volkes erleuchtete. Zu den Klassikern der tadschikischen Literatur gehören auch A. Lohuti (1887-1957), M. Tursun-soda (1911-1977), M. Mirschakar, J. Ikromi und viele andere.

Duschanbe, die Hauptstadt des Landes ist zugleich die Kulturhauptstadt der Republik. Hier finden jährlich verschiedene internationale Konferenzen und Festspiele (Musik, Tanz, Kino, Folklore, u.a.) statt.

Die Tadschiken sind ein Volk, welches ihre nationalen Sitten und Bräuche, Traditionen, Lebensweise, Hausbau, Kultur, Bekleidung- und Essgewohnheiten behutsam aufbewahren.

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