Die Republik Tadschikistan liegt auf dem Südostteil Zentralasiens, zwischen 36° 40' und 41° 05' Nordbreite und 67° 31' und 75° 14' der östlichen Länge, im inneren Teil des riesigen Kontinents Eurasien.
Die Gesamtfläche des Territoriums Tadschikistans beträgt 143,1 Tausend km2. Das Territorium des Landes ist auf 700 km vom Westen nach Osten und auf 350 km vom Norden nach Süden ausgedehnt. Dieses verengt sich im mittleren Teil bis zu 100 km und hat einen verlängerten Vorsprung im Nordwesten. Das Territorium hat die komplizierten Grenzkonturen, die seine historisch-geographischen Besonderheiten abspiegeln.
Die Gesamtausdehnung der Außengrenzen der Republik beläuft sich auf 3000 km. Tadschikistan grenzt im Nordwesten auf einer Strecke von 950 km an die Republik Usbekistan, im Norden auf einer Strecke von 590 km mit der Republik Kirgisien, im Osten über 430 km lang mit der Volksrepublik China. Im Süden hat Tadschikistan 1030 km gemeinsame Grenze mit Afghanistan.
Nach der letzten Volkszählung vom November 2006 ist die Zahl der Bevölkerung um 7.028,6 Mio Menschen gestiegen. Davon sind 49,8% Männer und 50,2 % Frauen. 26,6% der Bevölkerung leben in den Städten und 74,4% auf dem Land. Die Bevölkerungsdichte ist zurzeit bei 43,2 Personen pro 1 km2. Die Hauptstadt Tadschikistans ist Duschanbe. Mit ihrem 512,7 Tausend Einwohner gehört sie zu den größten Städten der Republik. Die Nationale Währung ist Somoni. (1 Somoni = 100 Diram). 1 Euro liegt bei 5,45 Somoni (Mai 2008).
Die Amtsprache in Tadschikistan ist Tadschikisch. Russisch ist die Verkehrssprache zwischen den einzelnen Völkern. Alle auf dem Territorium der Republik lebenden Nationen und Völker haben das Recht, ihre Muttersprache frei zu benutzen.
Staatsfeiertage- Tag der Unabhängigkeit (9. September)
Religion- überwiegend Moslems (Sunniten)
Bruttoinlandsproduktion – 9 Milliarden 272,2 Mio. Somoni (2006)
Durchschnittliche Lebensdauer 68,4 Jahre
Schriftkundigkeit der Bevölkerung – 97,7 % (1989)
Zeitzone Duschanbe – GMT +4 Stunden
Masseeinheit – metrisches System
DIE ADMINISTRATIV-TERRITORIALE GLIEDERUNG
Die administrativ-territoriale Teilung in der Republik Tadschikistan schließt eine Anzahl der Stufen ein. Die Republik besteht aus Gebieten, Städten, Bezirken, Siedlungen und Dörfern. Die am meisten große territoriale Einheit ist das Gebiet, das sich seinerseits, in die Bezirke und die Städte teilt. Tadschikistan besteht aus dem Autonomen Gebiet Bergbadachschan, den Gebieten Sughd (Sogd), Khatlon, der Stadt Duschanbe und die der Republik untergeordneten Bezirken.
Das Gorno- Badachschan Gebiet zeichnet sich durch Pamir-Gebirge aus. Das Pamir-Gebirge ist wohl der bekannteste Begriff, den man mit Tadschikistan verbindet, und wird oft als Dach der Welt bezeichnet. Pamir ist in der Tat eine einzigartige Landschaft mit mondlandschaftsähnlichen Hochplateaus in einer Höhe von 3 000 bis 4 000 Metern, mit kegelförmigen Massiven, reinen Hochgebirgsseen, tiefen Tälern und mit Gipfeln bis in eine Höhe von 7 500 Metern - der Pik Ismoili Somoni ist die höchste Erhebung. Aus dem Pamir kommen 60 Prozent der Wasserressourcen der ganzen zentralasiatischen Region. Das sind einerseits die Flüsse, andererseits die Gletscher, die etwa 12 Prozent der gesamten Fläche von Gorno-Badachschan einnehmen. Pamir ist reich an Bodenschätzen, an Gold, Silber, Molybdän, an Baustoffen wie Marmor, Ton und Lehm, an Mineralsalzen und Kohle. Es gibt ein großes Vorkommen an Lasurstein. Die Halbedelsteine von Pamir wurden bereits im 13. Jahrhundert von Marco Polo erwähnt. Im Pamirgebirge wurden viele Naturschutzgebiete eingerichtet und vor allem der Nationalpark, da es hier viele seltene Populationen von Wildtieren gibt, die besonders geschützt werden müssen. Wirtschaftlich bietet dieses Gebiet viele unausgeschöpfte Potenziale und muss sein zukünftiges wirtschaftliches Gesicht noch finden. Die Viehzucht ist gut entwickelt. Der Anbau von Heilkräutern bietet eine Grundlage für Pharmaindustrie. Und natürlich bietet sich die Region für Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur für Ökotourismus geradezu an. Wandern, Trekking, Bergsteigen, Kuraufenthalte an mehreren Thermalquellen, dies alles ist vorstellbar. Die Berge der Region, die herrlichen Seen, darunter der 380 Quadratkilometer große Karakul-See oder der 1911 als Folge eines Erdbebens entstandene Sarez-See, die unzähligen Petroglyphen an den Flüssen Gunt, Pjandsch und Bartang, die alte Festung Jamtschun, die aus dem 3. Jh. vor unserer Zeit stammt: All dies lädt zum Besuch ein. Die Gebietshauptstadt ist Chorog. Besonders erwähnenswert ist der Botanische Garten, der 1940 in der Umgebung von Chorog ausgebaut wurde.
Der Norden Tadschikistans und das Gebiet Sogd ist durch das Serafschangebirge vom restlichen Tadschikistan abgetrennt. Durch das Gebiet Sogd fließt der Syr-Darja, sein Tal markiert mit 300 Meter über dem Meeresspiegel den tiefsten Punkt der Republik. Hier befindet sich einer der schönsten Seen Tadschikistans, der Iskanderkul-See. Das Gebiet ist gleichfalls reich an Bodenschätzen, es war und bleibt bisher das industrialisierteste Gebiet des Landes. Die Industrie hier hat einen Anteil von 47 Prozent am Bruttoinlandprodukt, die Landwirtschaft von 27 Prozent und die Bauindustrie von 5,4 Prozent. Verwaltungszentrum des Gebiets Sogd ist Chudschand, die zweitgrößte Stadt Tadschikistans, deren lange Geschichte bis ins 3. Jahrhundert vor unserer Zeit zurückgeht. In Chudschand gibt es den größten überdachten Basar in ganz Zentralasien – den Pantschschanbe-Basar (Dienstagsbasar). Sogd zieht vor allem Kultur- und Geschichtsinteressente an, denn durch das Gebiet zog die Sogdier Linie der Großen Seidenstraße. Isfara als Zentrum der Keramikkunst, das Dorf Tschorkuh mit dem einzig erhaltenem Holzmausoleum in ganz Zentralasien und mehrere Ausgrabungsstätten legen davon Zeugnis ab. Die Fan-Berge gelten als das pittoreskeste Gebirge in der Region. Neun Gipfel mit einer Höhe von über 5 000 Meter scheinen wie auf einer Perlenkette aufgefädelt. Es gibt hier mehr als 30 Seen, von denen fast jeder seine eigene Farbe besitzt.
Zentraltadschikistan –das sind die sogenannten der Republik untergeordeneten Bezirke und die Hauptstadt Duschanbe, die einen besonderen Status genießt. Im Gebiet sind wichtige Großunternehmen angesiedelt: Das Aluminiumwerk in Tursunsade an der Grenze zu Usbekistan - Aluminium ist nach wie vor das wichtigste Exportgut Tadschikistans und hat einen Exportanteil von 43 Prozent. Weiter ist es das Wasserkraftwerk Nurek, dessen 310 Meter hoher Staudamm einer der höchsten der Welt ist. In der Hauptstadt Duschanbe selbst gibt es unterschiedliche Industriebetriebe, darunter das Zementwerk sowie Leicht- und Lebensmittelindustrie. Duschanbe ist eine vergleichsweise junge Stadt und wurde erst 1924 gegründet. 1939 wurde hier der 12 km lange Rudaki-Prospekt angelegt, an dem alle wichtigen politischen, administrativen, kulturellen und Bildungseinrichtungen liegen. In der Hauptstadt gibt es eine Reihe interessanter kultureller Objekte, wie zum Beispiel Festung in Hissar, die alte und die neue Medresse, das Machmud-Ali-Mausoleum und die sogenannte Steinmoschee. Vor allem aber lohnen sich ausgedehnte Wanderungen in der Umgebung, etwa im Warsobtal mit seinen tief hinabstürzenden Wasserfällen.
Das Gebiet Chatlon ist ein neu geschaffenes Gebiet und wurde im Jahre 1993 aus den Gebieten Kuljab und Kurgan Tjube gebildet. Es gibt hier zwei größere Städte: das Gebietszentrum Kurgan Tjube und die 2 700 alte Stadt Kuljab. Chatlon ist das eigentliche Landwirtschaftsgebiet des Landes. Auf ungefähr 165 000 Hektar wird Weizen angebaut, damit stammen 56 Prozent des gesamten tadschikischen Weizens aus dem Gebiet. Von hier kommt die tadschikische Baumwolle- das zweitwichtigste Exportgut Tadschikistans nach Aluminium. Weintrauben, Obst, Gemüse und Tabak werden hier angebaut. Seidenraupenzucht spielt auch eine Rolle. Kulturhistorisch ist das Gebiet vor allem interessant aufgrund vieler Architektur- und Sakralbaudenkmäler. Ausgrabungen in Chulbuk, der ehemaligen Hauptstadt des Chuttalreiches legten eine Palastanlage mit Zitadelle frei. In Kuljab wurde vor kurzem das Museum Mir Seyyed Ali Hamedani wiedereröffnet. Der große persische Philosoph und Dichter ist in der Stadt bestattet. Unweit von Kurgan-Tjube findet sich eine der frühesten buddhistischen Anlagen aus dem 7. bis 8. Jh. Gerade hier wurde die zwölf Meter lange und drei Meter hohe Statue Buddha in Nirwana gehoben. Kobadian, eine Stadt im Süden, wurde aufgrund des Amu-Darja Schatzes berühmt, des sogenannten Ox-Schatzes, dessen etwa 200 Gold- und Silbergegenstände heute im Besitz des britischen Museums sind.
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