in der Bundesrepublik Deutschland und Polen
  • Palast der Nationen

  • Тоҷикистон – биҳишти рӯи замин

25 Jahren der deutsch-tadschikischen Beziehungen

Anlässlich der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen am 28. Februar 1992 überreichte der Botschafter Maliksho Nematov am 28. Februar 2017 Herrn Andreas Peschke, dem Osteuropabeauftragten im Auswärtigen Amt das Glückwunschschreiben des tadschikiaschen Außenminister Sirodschidin Aslov an seinem Amtskollegen Sigmar Gabriel.  Beide Seiten bekräftigten die Bereitschaft, sich für den Ausbau der Beziehungen einzusetzen.

 Die Erlangung der Unabhängigkeit ist die größte und wertvollste Errungenschaft der tadschikischen Nation in den letzten zehn Jahrhunderten. Dank der Unabhängigkeit wurde Tadschikistan zum gleichberechtigten Mitglied der Weltgemeinschaft und erschien in der politischen Karte der Welt in der Schnittstelle verschiedener Regionen. Genau vor 25 Jahren hat die frisch entstandene souveräne Republik beschlossen, der Weltgemeinschaft ihre Türen zu öffnen. Mit Erklärung der „Politik der offenen Tür“  begann die Regierung Beziehungen zu anderen Staaten aufzubauen um Tadschikistan in der Welt bekanntzumachen und für den Wiederaufbau der jungen ressourcenreichen Republik Investitionen heranzuholen.  Bereits in den ersten Jahren nach der Unabhängigkeit nahm Tadschikistan mit vielen Staaten unserer Weltgemeinschaft diplomatische Beziehungen auf und schrieb  somit die ersten Seiten der Geschichte seiner Außenpolitik. Deutschland war der erste EU-Mitgliedstaat, mit dem Tadschikistan vor genau 25 Jahren seine diplomatischen Beziehungen aufnahm. Tadschikistan eröffnete 1992 seine erste Auslandsvertretung in der EU in Deutschland und 2013 sein erstes Honorarkonsulat in der EU ebenfalls in Deutschland bzw. in Hamburg.

Mehr…

In den  letzten 25 Jahren entwickelte sich diese Zusammenarbeit und umfasst viele Bereichen einschließlich der Wirtschaft und Sicherheit. Der Kampf gegen Terrorismus, grenzüberschreitende organisierte Kriminalität und illegalen Drogenhandel ist ein weiterer Schwerpunkt der deutsch-tadschikischen Zusammenarbeit, die durch zahlreiche Projekte und Programme zum Grenzmanagement, Minenaufräumung, Ausbildung usw. erfolgreich realisiert werden. Seit 2002 kooperieren beide Länder im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Nach Unterzeichnung des Regierungs- abkommens über die Technische Zusammenarbeit von 2003 ist die Bundesregierung Deutschland durch BMZ, GIZ, KfW, BGR und viele andere deutsche und internationale Organisationen im Einsatz, um Tadschikistan bei der Realisierung seiner strategischen Ziele zu unterstützen.

Zahlreiche Projekte sollen die Qualität der Arbeit im Bildungs- und Gesundheitssektor verbessern und zur Entwicklung der Infrastruktur, Energie- und Agrarwirtschaft beitragen. Unterstützung der Klein- und Mittelunternehmen, Regionale Entwicklung, Forstwirtschaft und Rohstoffabbau sind weitere Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Tadschikistan und Deutschland.  Insgesamt wurden von der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung für die tadschikische Regierung technische und Finanzhilfe in Millionenhöhe bereitgestellt.

In 25 Jahren der Unabhängigkeit sind über 40 Abkommen und Verträge zwischen beiden Ländern unterzeichnet, die politische wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zwischen beiden Ländern regeln. Ein Kulturabkommen zum Beispiel ermöglicht den Austausch zwischen Akademiker, Forscher, Studenten, Schuler und bietet die Gelegenheit, dass die Kulturwochen beider Länder stattfinden. Tausende Studenten haben mittlerweile in Deutschland studiert, Praktikum absolviert oder arbeiten gerade an seine wissenschaftlichen Abhandlungen.

In einigen deutschen Hochschulen wird Tadschikische Sprache unterrichtet, begleitet mit einem anschließenden Praktikum in den tadschikischen Hochschulen. Umgekehrt wird in nahezu allen tadschikischen Hochschulen  Deutsch als Fremdsprache angeboten.

Weniger…

Internationale Aktionsdekade „Wasser für nachhaltige Entwicklung 2018-2028“

Am 21. Dezember 2016 verabschiedete die UN-Generalversammlung die vom Präsidenten der Republik Tadschikistan auf dem 7. Weltwasserforum in Korea initiierte Resolution Nr A/RES/71/222 unter dem Namen „Die Internationale Aktionsdekade Wasser für nachhaltige Entwicklung, 2018-2028“. Die neue Dekade ist die Fortsetzung der „Aktionsdekade Wasser für das Leben 2005-2016“, deren Ziele die Weltgemeinschaft in den letzten zehn Jahren nahezu erfolgreich verwirklicht hat. Die neue Dekade soll Fortschritte in allen drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung, also die soziale, die wirtschaftliche und die ökologische Dimensionen, erzielen. Im Rahmen der neuen Dekade „Wasser für nachhaltige Entwicklung“, die symbolisch zum 25. Jubiläum des Weltwassertages am 22. März 2018 beginnt, sollen folgende Ziele implementiert werden: Nachhaltige Entwicklung und gemeinsames Wassermanagement zum Erreichen der Ziele im Rahmen der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Dimensionen; Verwirklichung bzw. Durchführung der entsprechenden Programme und Projekte; Ausbau der Zusammenarbeit und Kooperation auf allen Ebenen, welche bei der Realisierung der vereinbarten internationalen Ziele und Aufgaben zu Wasserressourcen, einschließlich der nachhaltigen Entwicklungsziele, mitwirken sollen.  Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Deutsch-tadschikische Regierungsverhandlungen 2016

Am 12/13. Dezember 2016 fanden in Berlin die tadschikisch-deutschen Regierungsverhandlungen über die Entwicklungszusammenarbeit statt. Die tadschikische Seite betonte, dass die neue Entwicklungsstrategie für den Zeitraum bis 2030 unter dem Leitbild der Agenda 2030 die wichtigsten Richtlinien der Entwicklung Tadschikistans nach 2015 bestimmt. Der Aufbau des unabhängigen, wirtschaftlich und politisch stabilen Tadschikistans ist die Hauptagenda oder der Sinn der Fortbewegung in diesem Zeitraum.  Die deutsche Seite bekräftigte die Absicht, die Republik Tadschikistan auch weiterhin in ihren Anstrengungen zur Entwicklung des Landes im Einklang mit der Nationalen Entwicklungsstrategie der Republik Tadschikistan zu unterstützen. Beide Seiten bestätigten das Interesse an der Umsetzung der Agenda 2030. Die finanzielle und technische Zusammenarbeit werden 2016/2017 in den Schwerpunkten „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“ und „Gesundheit“ weiterhin fortgesetzt. Die deutsche Seite ermutigte die tadschikische Regierung, die angestrebten Reformen konsequent voranzubringen und signalisierte die Bereitschaft, Tadschikischen beim Aufbau des Steuersystems und Verbesserung der Steuerbasis zu unterstützen. Die Neuzusage in Höhe von 33,5 Mio. EUR soll zur Verbesserung der Einkommen der ländlichen Bevölkerung, zur Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen vor allem für junge Menschen sowie zur Verbesserung der Gesundheit und Versorgung von Kindern und Müttern beitragen.

 

С5+1 traf sich in Hamburg

Am 7. Dezember 2016 nahm der Außenminister Tadschikistans Sirodschiddin Aslov am Treffen der Außenminister der zentralasiatischen Staaten und dem US-Staatssekretär John Kerry teil. Das Treffen in dem Format 5+1 fand im Rahmen der 23. OSZE-Sitzung in Hamburg. Während des multilateralen Gesprächs haben die Außenminister über die Perspektiven der Zusammenarbeit im Rahmen C5+1 in den nächsten Jahren, sowie über die Realisierung der Projekte gesprochen, welche gegenwärtig in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz in der zentralasiatischen Staaten verwirklicht werden.

Die C5+1 ist eine Plattform, die die fünf Staaten Zentralasiens und USA zusammenbringt, um gemeinsam Fragen zu erörtern und zu bearbeiten. Auf dem ersten C5 + 1 Ministertreffen in Samarkand im November 2015 vereinbarten die sechs Minister, regionale Projekte zur Verbesserung der Sicherheit, zur Förderung der wirtschaftlichen Konnektivität und zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu entwickeln. Auf der zweiten C5 + 1-Ministertagung, die im August 2016 in Washington stattfand, stimmten die sechs Minister zu, fünf entsprechende Projekte zu starten.

 

Treffen des Außenminister Aslov mit OSZE – Generalsekretär

Am Rande des OSZE-Außenministertreffens in Hamburg traf sich der Außenminister der Republik Tadschikistan Sirodschiddin Aslov mit Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa Lamberto Zannier.

Während des Treffens sprachen die beiden Seiten über Perspektiven der Zusammenarbeit Tadschikistans und OSZE im Rahmen der drei Dimensionen. Aktuelle Herausforderungen der Regionalen Sicherheit, der Kampf gegen Terrorismus, illegaler Drogen- und Waffenhandel, sowie die Agenda der bevorstehenden Sitzung der Außenminister am 8-9. Dezember in Hamburg waren Hauptthemen des Gespräches zwischen Aslov und Zannier.

Neue Nationale Entwicklungsstrategie bis 2030 für Tadschikistan verabschiedet

Die ordentliche Sitzung der Regierung Tadschikistan hat heute das Projekt der Nationalen Entwicklungsstrategie der Republik Tadschikistan für die Zeit bis 2030 verabschiedet. Das ist die zweite langfristige Entwicklungsstrategie, in der Ziele und vorhandene Ressourcen, sowie die Wirkungen der Außenfaktoren auf die Entwicklung des Landes berücksichtigt sind. Diese Strategie soll innerhalb von 15 Jahren der Bevölkerung einen besseren Lebensstandard ermöglichen. Zur Realisierung dieser Strategie seien solche Faktoren wie Entwicklung der humanen Kapazität, konkurrenzfähige Marktwirtschaft, die Rolle der Industrie als Katalysator des BIP-Wachstums, sowie der Übergang aus einer Agrarwirtschaft in die Agrar- und Industriewirtschaft von großer Bedeutung. Bei der erfolgreichen Realisierung dieser Strategie soll die energetische Kapazität der Republik von 17 auf 45 Milliarden Kilowattstunde erhöht werden, so Präsident Emomali Rahmon. Die Bildung, die Erhöhung der Lebensdauer der Bevölkerung, Reduzierung der Mutter- und Kindersterblichkeit, Verbesserung der Lebensverhältnisse, die Schaffung der neuen Arbeitsplätze und nachhaltige Entwicklung der Makro- und Mikroökonomie sind weitere Bestandteile dieser Strategie bis 2030.


__________________________________

1     2     3    >>

HR Info Reiselust: Tadschikistan


© Der Hessische Rundfunk

Online-Terminvergabe

Nützliche Links:

Unsere Anschrift:

Perleberger Str. 43
D-10559 Berlin
Telefon: +49 30 347930-0
Telefax: +49 30 347930-29
info(at)botschaft-tadschikistan.de