in der Bundesrepublik Deutschland

Ausbau der Grüne Energiewirtschaft

Partnerschaft mit EU

Rede des Botschafters Maliksho Nematov am Empfang anlässlich des Unabhängigkeitstages Tadschikistans

Sehr geehrte Gäste, meine sehr verehrten Damen und Herren,  liebe Landsleute und Freunde Tadschikistans!

Als Vertreter meines Landes freut es mich sehr, Sie alle bei dieser Feier anlässlich des Jahrestages der Unabhängigkeit Tadschikistans begrüßen zu dürfen. Zunächst möchte ich Ihnen, verehrte Herr Bernhardt Deppich für die Unterstützung bei der Einrichtung dieses schönen Gebäudes ganz herzlich danken. Schöne Veranstaltungen dieser Art sind von großer Bedeutung für das Gemeinschaftsgefühl der hier wohnenden Tadschiken, Freunde Tadschikistans und auch für ihre Tätigkeit zugunsten der beiden Länder.

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Inzwischen bin ich seit zwei Monaten Botschafter meines Landes in Berlin. In dieser Zeit hatte ich mehrmals die Gelegenheit, Berlin und andere Städte Deutschlands zu besuchen, Vertreter von Politik, Wirtschaft und Kultur sowie viele Freunde zu treffen und angenehme Gespräche zu führen.

Deutschland ist auch für mich persönlich von ganz besonderer Bedeutung. Ich war während meiner Amtszeit als Minister für Tourismus mehrmals in Deutschland gewesen und Berlin liegt mir besonders ans Herzen, da ich im Rahmen der ITB die Stadt mehrmals besuchen dürfte. Daraus sind nur gute und angenehme Erinnerungen geblieben, die ich mit meiner neuen Tätigkeit anknüpfen kann.

Liebe Freunde, Tadschikistan feiert nun seinen dreiundzwanzigsten Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Mag sein, dass diese Zeitspanne von der Größe her für die Geschichte der Menschheit nicht besonders relevant ist. Das ist aber jene Zeitspanne, in der es dem Land gelungen ist, die Richtlinien seiner Entwicklung zu bestimmen und für die Gestaltung seiner Zukunft Meilensteine zu setzen.

Tadschikistan hat mittlerweile seine feste Position als ein selbständiger und unabhängiger Staat in der Weltgemeinschaft erlangt.  Die Republik konnte die Probleme, mit denen sie auf dem Weg zu ihrer Selbständigkeit konfrontiert war, beseitigen und entwirft nun ihre Pläne für weitere Entwicklung und schmiedet die Zukunft ihrer Nation.

Im Laufe von 23 Jahren hat Tadschikistan mit vielen Ländern seine diplomatischen Beziehungen aufgenommen. Seine Unabhängigkeit wurde von über 150 Staaten der Weltgemeinschaft anerkannt, mit 126 Ländern pflegt das Land diplomatischen Beziehungen. In diesem Hintergrund ist die Bundesrepublik Deutschland einer von den ersten Staaten der Welt, dessen Vertretung in Tadschikistan eröffnet wurde.

In der Außenpolitik Tadschikistans hat die BRD eine besondere Stelle. Durch die Realisierung der Entwicklungspolitik herrscht zwischen beiden Ländern ausgeprägte finanzielle und technische Zusammenarbeit. Wenn  diese Kooperation noch vor 10 Jahren sich lediglich auf die Leistung der Humanitäre Hilfe und entwicklungspolitisch beschränkt hatte, so hat sich die bilateralen Beziehungen dank der Initiativen der Regierungen beider Ländern, das Engagement der deutschen und tadschikischen Wirtschaftskreisen, Parlamentarier und anderen staatlichen Behörden auf einer qualitativ neuer Ebene entwickelt. Relevant sind dabei auch Schüler- und Studentenaustausch, Kultur- und Informationsaustausch, Studienaufenthalte, Begegnungen der in Deutschland lebenden Landsleute und wachsende Interesse der Touristen.

Wir sind stets bemüht, diese Beziehungen weiterhin zu pflegen und mit der Entdeckung neuer Möglichkeiten zu erweitern. Unter Beachtung der internationalen Abkommen, der gegenseitige Beachtung der Partnerinteressen und die vorhandenen Ressource, kann Tadschikistan in den Beziehungen mit anderen Ländern der Weltgemeinschaft als ein selbständiger und zuverlässiger Partner gerade stehen. Und eben diese Selbstbestimmung ist dank der Unabhängigkeit möglich geworden, dessen Jahrgang wir heute, meine Damen und Herren, feiern werden.

Bevor ich meine Rede beende, möchte ich Ihnen angenehme Gespräche und einen schönen Abend wünschen. Damit unser Abend auch noch gemütlicher wird, haben wir heute einige Künstler eingeladen. Frau Ute Schilling, die uns heute die Kunst, das Doira zu spielen, näher bringt, wird uns zeigen, dass man selbst mit einem Musikinstrument für die Völkerverständigung beitragen kann. Auch unsere in Deutschland lebenden Landsleute Frau Burhonova und der Komponist Firouz Bahor haben Sie sicherlich schöne aufregende oder romantische Meisterwerke für uns vorbereitet. Und von dem Augenzwinkern unseres Kochs entnehme ich, dass er uns auch ein leckeres Plov zubereitet hat.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und nun begrüßen Sie mit mir die Künstler.

Siehe auch: Tadschikischer Unabhängigkeitstag wurde in Berlin gefeiert

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Aktuelle Mitteilungen

Geburtstag von Maulana Abdurahman Jami

Die Botschaft Tadschikistan in Berlin veranstaltet aus Anlass des 600. Geburtstages von  Maulana Abdurahman Jami eine wissenschaftliche Konferenz zu dem wir tadschikische Studenten, auch diejenigen, die sich mit Tadschikistan verbunden fühlen einladen möchten. Die Veranstaltung findet am 2. Oktober 2014 um 10.00 in den Räumlichkeiten der Botschaft Tadschikistan in Berlin statt. Um eine Anmeldung wird erbeten.  Mehr dazu hier.

Rohstoff als Basis der bilateralen Zusammenarbeit

Gestern besuchte der Botschafter Nematov den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Berlin und führte ein Gespräch mit dem Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Herrn Dr. Rainer Lindner. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Fragen der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Tadschikistan und Deutschland. Herr Botschafter Nematov würdigte den Beitrag der deutschen Wirtschaft zur Umsetzung von mehreren Projekten in Tadschikistan und bekundete das Interesse der tadschikischen Seite zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in den Bereichen Industrie, Wasserenergie, Landwirtschaft und Tourismus. Bei dem Gespräch informierte Herr Botschafter Nematov seinen Gesprächspartner über das Wirtschafts- und Investitionsforum in Duschanbe am 14.-15. Oktober 2014, zu dem er die deutschen Unternehmen Teilnahme an dem Forum eingeladen hat. Bei diesem Forum ist ein Treffen des Staatspräsidenten S.E. Emomali Rahmon mit den nationalen Unternehmer und ausländischen Investoren vorgesehen.

Prof.Dr. Lindner betonte, dass das Potenzial der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Tadschikistan nicht mal bis zur Hälfte genutzt wird. Dabei ist Tadschikistan reich an Rohstoff- und Bodenschätzen, ein Grund, weshalb die deutschen Unternehmen in Tadschikistan investieren sollten.

Zum Schluss wurde vereinbart, konkrete Maßnahmen zur Vertiefung und Stärkung der gegenseitig vorteilhaften wirtschaftlichen Beziehungen zu treffen.

Neue Chance für  Investitionen

Vom 15. bis 17. Oktober 2014 findet in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe  das Forum der tadschikischen und ausländischen Unternehmer und Investoren statt, zu dem wir Vertretern der Wirtschaftskreisen und Unternehmen aus Deutschland gern einladen möchten. Das Staatliche Investitionskomitee in Zusammenarbeit mit Sekretariat des Beirats zur Verbessrung des Investitionsklima beim Präsidenten Tadschikistans in Kooperation der EBRD organisiert das Treffen des Präsidenten Emomali Rahmon mit den nationalen Unternehmer und ausländischen Investoren.

Verbesserung der Infrastruktur, Grüne Energie, Bergbau, Umstrukturierung von Banken und Agrarindustrie sind einige der Sektoren in der Republik Tadschikistan, die derzeit die meisten ausländischen Investitionen anziehen. Auch Tourismus bekommt durch  sein bisher kaum ausgeschöpftes Potential zunehmend große Chancen. Ausfühlich darüber bitte hier klicken.

EBRD: Das bisher größte Projekt in Tadschikistan genehmigt.
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung stellt 75 Million US $ für Modernisierung des WSK  Qayroqum bereit.

02.09.2014. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung wird für die Modernisierung des Wasserkraftwerks Qayroqum ein Darlehen in Höhe von 50 Mio US $ bereitstellen.  Dadurch soll die erste Phase der Modernisierung dieses für Norden Tadschikistans wichtigen Wasserkraftwerks finanziert werden. Das 1957 gebaute Wasserkraftwerk ist die einzige Energieerzeugungsanlage im Norden Tadschikistan, die über 500 Tausend Haushalte mit Strom versorgt.

Die Gesamtkosten für dieses Projekt werden auf etwa 75,7 Mio US $ geschätzt. Das EBRD Darlehen werden durch das Pilotprogramm zur Anpassung an dem Klimawandel (PPCR), sowie durch die multilateralen Klima-Investitionsfonds (CIF) mit Bereitstellung der weiteren Finanzmitteln ergänzt.

Die erste Phase des Modernisierungsprogramms würde durch die Installation von zwei neuen und leistungsfähigeren Turbinen die derzeitige Kapazität des WKW Qayroqum von 126 auf 142 Megawatt aufstocken.   Ausführlich darüber siehe  hier in English  oder  по русски. Quelle: http://www.ebrd.com

Tadschikistan und DENA: Perspektiven der Zusammenarbeit

Am 14. August 2014 traf sich der Botschafter mit dem Vorsitzenden der Deutschen Energieagentur Stefan Kohler zu einem Gespräch. Ausbau der Partnerschaft im Energiebereich, die Realisierung der bereits getroffenen Vereinbarungen stand im Mittelpunkt des Gesprächs. Zwischen dem Energieministerium der Republik Tadschikistan und der Deutschen Energieagentur wurde ein Memorandum über die Zusammenarbeit unterzeichnet, ein Dokument, welches neue Möglichkeiten zum Ausbau der Zusammenarbeit im Bereich der Grünen Energie, und anderen alternativen Energiequellen anbietet.

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Um erneuerbare Energien und Energieeffizienz ging es auch auf dem Tadschikisch-Deutschen Wirtschaftsforum, welches  im September 2013 in Duschanbe stattfand. Das Forum brachte insgesamt über 200 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik beider Länder zusammen.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind für Tadschikistan von besonderer Bedeutung. Wasserkraft spielt eine dominierende Rolle in der Energieproduktion. Tadschikistan unternimmt zur Erlangung seiner energetischen Unabhängigkeit konkrete Maßnahmen. Neben dem Bau einer Reihe der Mittel- und Großwasserkraftwerke werden auch die Nutzung von anderen alternativen Energiequellen, darunter auch von Wind- und Sonnenenergie intensiv studiert. Der Anteil von Solar-, Wind- und Bioenergie an der Stromerzeugung soll nach den Plänen der Regierung bis 2020 auf 10 Prozent steigen.  Das Ministerium für Energie und Wasserressourcen bereitet derzeit eine Portfolio von wichtigen energetischen Investitionsprojekte vor.

Ähnliche Themen:
Tadschikistan und Deutschland vertiefen energiewirtschaftliche Zusammenarbeit  

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Manfred Lorenz: Ewige Freundschaft und Verbundenheit mit Tadschikistan

Der Iranist und Tadschikologe Professor Manfred Lorenz war seit den 70-en Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Rahmen seines Studiums in Deutschland und später für seine wissenschaftlichen Forschungen mehrmals in Tadschikistan gewesen. Aufenthalte, die ihm dazu veranlassten, sich mit der tadschikischen Sprache und Kultur intensiver zu befassen. Er ist mittlerweile Ehrendoktor der Tadschikischen Staatsuniversität und der Slawischen Universität in Duschanbe. Im Dezember 2011 wurde Manfred Lorenz vom tadschikischen Präsidenten während seines Staatsbesuches in Berlin mit dem Orden der Freundschaft, der höchsten Auszeichnung seines Landes, für sein Lebenswerk geehrt.  Der Botschafter Nematov Maliksho war kürzlich beim Professor Manfred Lorenz zu Besuch. Der Gastgeber hat  Eindrücke von seinen Lebensausschnitte in Tadschikistan und seinen freundschaftlichen Beziehungen zu den tadschikischen Wissenschaftlern mitgeteilt.  Lesen Sie weiter.

Statement des Außenministers Aslov über die Ergebnisse des Gipfeltreffens der SOZ-Außenminister

Duschanbe, den 01.08.2014
Im Rahmen der SOZ-Ratspräsidentschaft Tadschikistan fand in der tadschikischen Hauptstadt das Gipfeltreffen der Außenminister der SOZ Mitgliedstaaten statt. Im Anschluss gab der tadschikische Außenminister in einer Pressekonferenz  Statement ab.

"In einer herzlichen und konstruktiven Atmosphäre wurden die Fragen der Realisierung der Vereinbarungen erörtert, die die Staatschefs der ShOS Mitgliedstatten während des letzten Gipfeltreffens am 13. September 2013 erreicht hatten.  Es wurden außerdem auch die Fragen zur Vorbereitung des bevorstehenden SOZ -Gipfeltreffens diskutiert.  Alle ShOS-Mitgliedstaaten sind hinsichtlich der Fragen der Tagesordnung gleicher Auffassung und vertreten ähnliche Positionen", so der tadschikische Außenminister Aslov. 

Im Anschluss an das Treffen der Außenminister haben sie Ihre Zufriedenheit zur sukzessiven Entwicklung der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit geäußert. Es wurde auch die Bereitschaft ausgesprochen, zur Stärkung des Potentials der Organisation Anstrengungen zu unternehmen. Die Stärkung der regionalen Sicherheit und  der Kampf gegen den  neuen Herausforderungen standen im Mittelpunkt der Gespräche. "Wir halten es für wichtig, eine praktische Wechselwirkung der Mitglieder mit den Beobachter-Staaten im Rahmen der Organisation zu aktivieren.  Wir sind für ein unabhängiges, friedliches, neutrales und aufblühendes Afghanistan aufgetreten und unterstrichen die Hauptkoordinierungsrolle der UNO bei der Anstrengungen der Weltgemeinschaft zur Beilegung des Konflikts in Afghanistan", so der Außenminister. Die Rede des Außenministers finden Sie hier.

Ausbau der Zusammenarbeit im Kontext der erneuerbaren Energie

Gestern fand das Treffen zwischen dem Botschafter Maliksho Nematov und dem Generaldirektor des DPU Investment Dr. Peter Urban statt. Die beiden Seiten haben über den Ausbau der Partnerschaft gesprochen und  die Perspektive der Zusammenarbeit im Energiebereich diskutiert. Ungeachtet der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern, bestehe weiterhin kolossale Kooperationsmöglichkeiten für beide Seiten. Dies ist insbesondere bei der Nutzung der erneuerbaren Energiequellen durch die neueste energieeffiziente Technologie der Fall, so der Botschafter.

In enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Energie und Industrie der Republik Tadschikistan wurde noch letztes Jahr auf dem Gebäude des Ministeriums eine Solaranlage zur Demonstration der Gewinnung und Speicherung von Strom aus der Sonnenenergie mittels deutscher Technologie errichtet feierlich übergeben. Die Solaranlage wurde von dem deutschen Konsortium BAE Batterien GmbH und DPU Investment GmbH in Kooperation mit AEG Power Solutions, Enerparc und Roth & Rau realisiert, begleitet von Informations- und Schulungsmaßnahmen. Das Projekt ist Teil des von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) ins Leben gerufenen und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen der „Exportinitiative Erneuerbare Energien“ geförderten „dena-Solardachprogramms“.

Noch vor wenigen Tagen fand das Treffen  des Stellvertretenden Außenministers Tadschikistan  Nizomiddin  Zohidov  mit den Botschaftern der europäischen Staaten statt, bei dem die Seiten über die EU-Wasserinitiative in Zentralasien gesprochen haben.
Weitere Infos:  www.mfa.tj/
http://www.dpu-investment.com

  Weiterführende Links:

Die Website des Präsidenten

Nationale Informationsagentur Khovar

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Anschrift:

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